Written by Tessa Ranzau

Für Tests

Für Tests by Tessa Ranzau

Von David Mache

Braunschweig. Weihnachten im Krieg – ein Fest der Finsternis, kein Fest des Lichtes. Vor 100 Jahren erlebten Millionen von Familien in ganz Europa die erste Kriegsweihnacht. Väter, Brüder, Söhne saßen nicht am Gabentisch, sondern lagen weit weg von daheim im Schlamm der Schützengräben – oder waren gefallen. Fast 800 000 Todesopfer hatte der Erste Weltkrieg seit dem Sommer gefordert.

Fritz Habekost war mit dem Leben davongekommen. Der 1891 in Mascherode bei Braunschweig geborene Sohn eines Maurermeisters war im Oktober 1913 zum Wehrdienst nach Straßurg im Elsass eingezogen worden. Mit der 5. Batterie des Niedersächsischen Fußartillerie-Regiments Nr. 10 zog er im August 1914 in den großen Krieg.

Tagtäglich notierte Fritz Habekost seine Erlebnisse mit Bleistift in kleinen Schreibheften – penibel, sachlich, in säuberlicher Schreibschrift. Er beschreibt die anstrengenden Märsche in der Sommerhitze, Kilometer für Kilometer neben den rumpelnden Rädern der schweren Haubitzen, die jeweils von sechs Pferden gezogen wurden. Stündlich wuchs die Anspannung der Soldaten vor dem ersten Gefecht. Am 11. August 1914 wurden Habekost und seine Kameraden erstmals mit der tödlichen Realität des modernen Krieges konfrontiert:

Kriegskarte 1914 Test

Heute Morgen haben wir einen Offizier und zwölf Mann begraben. Alle wurden an einer Stelle durch ein Geschoss getötet.“

Diese ersten Kämpfe in den Vogesen waren nur ein Vorgeschmack auf den Stellungskrieg in Nordfrankreich:

Schon der fünfte Tag ohne Brot – bald nicht mehr zum Aushalten. Bin kolossal hungrig.“

Vorhin zum ersten Male seit Freitag vor acht Tagen wieder gewaschen – in einer Konservenbüchse mit Regenwasser, welches im Graben stand.“

Heute morgen um halb 5 aufgewacht, aber nach der ersten Nacht auf französischem Boden bin ich so kaputt und mir ist so kalt wie noch an keinem Morgen. Ich denke mit Schwermut daran, dass heute Mutter Geburtstag hat. Ich feiere ihn in Gedanken im Feindesland. Wolle Gott geben, dass ich ihn auch noch wieder im Vaterhaus feiern kann.“

Vom südlichen Abschnitt der Westfront in Elsass-Lothringen wurde die 5. Batterie Mitte September 1914 in viertägiger Bahnfahrt nach St. Quentin in Nordfrankreich gebracht. Dort erlebte Fritz Habekost, wie der Vormarsch der deutschen Armeen von Franzosen und Briten an der Marne gestoppt wurde. Der Krieg wurde Alltag:

Es ist einem erst ganz anders, wenn man das Donnern der Geschütze und über einem das Laufen der Geschosse hört. Aber es wird alles Gewohnheit!“

Doch was er am 5. Oktober 1914 vor den deutschen Stellungen am Flüsschen Aisne beobachtete, ließ ihm dann doch das Blut in den Adern gefrieren:

Es ist furchtbar – die vielen toten und verwundeten Franzosen. Zu Tausenden liegen sie dort, wie ein Knäuel Würmer kriechen sie durcheinander. Einer war dort, dem waren Ober- und Unterkiefer weggerissen. Nun wollte er sich einmal auf die Seite legen, da fühlte er, das alles lose war an der Backe. Der Wind wehte die hängenden Fleischlappen hin und her, es sah schrecklich aus. Anderen fehlt ein Arm oder ein Bein oder beides – oder sie haben sonstwo schwere Verwundungen. Sie wollen sich fortwinden aus dem Haufen Elend, da, plötzlich, ein Krach. Und abermals sieht man Glieder und Körper in der Luft. Im nächsten Moment ist Ruhe auch bei den Verwundeten, denn es liegt nur noch eine unförmige Masse von menschlichen Körperteilen da. Es gibt keine Stelle, die nicht von Granaten getroffen ist.“

Angesichts solcher Erlebnisse wurde der Glaube für Fritz Habekost immer wichtiger. Am 23. Oktober 1914 notierte er:

Um 2 Uhr nachmittags war Feldgottesdienst. Es war großartig, wie der Feldgeistliche sprach und dabei in der Ferne der dumpe Geschützdonner zu hören war. Wir sangen die Lieder „Wir treten zum Beten“ und „Großer Gott wir loben dich“ – es war tief ergreifend.“

Seit dem 20. Oktober war die 5. Batterie auf dem Marsch Richtung Nordwesten, nach Flandern. Dort tobten um die Stadt Ypern heftige Kämpfe. Die Verpflegung blieb an vielen Tagen dürftig. Am 24. Oktober nächtigten sie im Dorf Quivières an der Somme. Dort aßen sie sich satt – auf Kosten der Dorfbewohner:

Wir haben uns drei Kaninchen, zwei Gänse und ein Huhn gekocht. Wir nehmen jetzt, was es gibt – sonst kommt man noch auf den Hund.“

Am 30. Oktober 1914 feuerten die Kanoniere der 5. Batterie erstmals seit drei Wochen wieder ihre Geschütze ab. An der französisch-belgischen Grenze kämpften sie nun gegen britische Truppen. Über den ersten Tag in Flandern schreibt Habekost:

Feuerpause – Gott sei Dank! Es war heute ein furchtbarer Tag, der schlimmste bis jetzt. Viele tote Leute, tote Pferde und Verwundete. Aber wir sind noch alle gesund. Unsere Mäntel, Decken und Munitionswagen sind mächtig mit Kugeln durchlöchert. Ein gefangener Engländer hat heute Morgen einen deutschen Hauptmann erschossen. Darauf wurden alle 200 Gefangenen erschossen.“

Habekost und die Kanoniere seines Geschützes hatten sich eine „Erdwohnung“ eingerichtet – mit Tisch, Stühlen und einem Ofen. Hartnäckige Erkältungen blieben ihm trotzdem nicht erspart, den ganzen November 1914 litt er unter Halsschmerzen und Husten. Am 5. Dezember stand ihre „Erdhöhle“ plötzlich knietief unter Wasser:

Alles ist vollständig durchnässt, unsere Höhle hält nicht dicht. Ein furchtbares Regenwetter!“

Am Abend dieses Tages wurde Habekosts Geschützbesatzung nach fünf Wochen schwerer Kämpfe abgelöst. Die Soldaten erhielten im belgisch-französischen Grenzort Wervik zwischen Ypern und Lille Quartiere. Habekost schrieb:

Wir haben uns Gehacktes und Wurst gekauft, dazu Cognac, Bier und Grenadine. Man fühlt sich wie ein Fürst! Bin glücklich, ohne Kanonendonner und Gewehrfeuer einschlafen zu können.“

Am Abend des 10. Dezember mussten Habekost und seine Kameraden wieder zurück in ihre Stellung. Vier Tage später erlebten sie einen schweren Angriff der britischen Truppen:

Um halb acht begann eine furchtbare Kanonade auf uns. Die Sprenggranaten, Schrapnells und Gewehrkugeln sausten nur so in unsere Batterie. Der Feind hat auf der ganzen Front angegriffen, hat aber anscheinend riesig die Jacke voll gekriegt.“

Die schlimmsten Kämpfe um die Stadt Ypern waren zwar seit Mitte November vorbei, doch täglich starben Soldaten. Vor den Artilleriestellungen lagen Gefallene – unbestattet, im Niemandsland zwischen den feindlichen Gräben. Habekost notierte:

Die Toten, die hier schon seit Anfang November liegen, sehen schrecklich aus.“

Am 18. Dezember wurde Fritz Habekost 23 Jahre alt – sein erster Geburtstag im Krieg. Die Feldpost brachte ihm vier Pakete aus Mascherode. Doch nicht immer kam alles an, was die Angehörigen daheim eingepackt hatten:

Es ist eine Gemeinheit, dass mir Wurst und verschiedene Sachen aus dem Paket genommen wurden. Na, von dem Bagagepack ist nicht mehr zu erwarten – von diesem Volk, das hinter der Front so rumbummelt!“

Und auch nicht alle Briefe kamen komplett beim vorgesehenen Empfänger an:

Strenge Zensur der Briefe!“

Weihnachten rückte näher, doch von Frieden war in Flandern keine Spur. Täglich dasselbe: morgens an die Geschütze, ein paar Granaten abfeuern bis die Engländer das Feuer erwidern, Deckung suchen, ausharren. Am 21. Dezember 1914 wurde der Batteriechef, Hauptmann Leopold Hemming, durch einen Granatsplitter in der Brust tödlich verletzt. Habekost verarbeitete den Tod des offenbar beliebten Vorgesetzten in einem Gedicht – „Der tote Krieger“:

Die Träne rollt, der Krieg ist rau / nun deckt ihn schon der Erde Grau. / Ein Kreuz von Holz, das ziert den Hügel / der still verbirgt den toten Krieger. / Noch ein Gebet, dann muss ich fort / und bald, ja bald vielleicht wird man mich auch so betten / wie jenen toten Krieger.“

Am Morgen des 24. Dezember 1914 erhielt Habekost Post aus der Heimat:

Von Klärchen ein Paket, von Luise Brief und von Vater Karte erhalten – alle sind dabei, Weihnachtsbäume zu schmücken. Ach wie schön wäre es jetzt zu Hause! Im Großen und Ganzen ist ziemliche Ruhe – eine ungewöhnliche Stille. Gott sei Dank haben wir wenigstens den Heiligabend im Felde miterlebt: Wir hatten einen schönen Baum und Lichter, haben gesungen und an die Heimat gedacht.“

Am Ersten Weihnachtstag 1914 notierte Habekost:

In der Nacht riesig gefroren. Nun ist der Erste Weihnachtstag. Wie gerne wäre ich daheim!“

Am Zweiten Weihnachtstag wurde die Batterie abgelöst und durfte wieder nach Wervik in die Quartiere.

Wie wohl mir ist, kann man sich doch mal wieder ordentlich waschen. Nachmittags wurden alle gegen Typhus geimpft. Abends war große Weihnachtsfeier. Wir wurden reichlich beschenkt – von der Batterie und der Stadt Straßburg, bekamen auch Münchner Bier und Wein. Auch Unteroffizier Thies beschenkte mich mit allerlei Sachen, dies werde ich ihm nie vergessen!“

Das Jahr 1915 ging für Fritz Habekost los wie 1914 aufgehört hatte: tagein tagaus Kanonaden, Briefeschreiben in die Heimat, Skatspielen im Unterstand. Ab und zu ein Fußballspiel – manchmal kicken die Offiziere mit. Oder Hausmusik im Unterstand mit Kamm, Mundharmonika und Teufelsgeige. In dieser Zeit machte Habekost auch die ersten Fotos. Ende Januar 1915 erhielt er erstmals Urlaub. Er besuchte seinen Bruder Hermann, der in der flandrischen Stadt Roeselare stationiert war:

Heute ist der herrlichste Tag in meinem bisherigen Leben: Bin mit Hermann zusammen. Verlebten herrliche Stunden, wie ich mich freue! Oh möge Gott geben, dass wir uns später wiedersehen!“

Trotz allgegenwärtiger Todesangst und er Sehnsucht nach daheim – andererseits bricht sich in Habekosts Zeilen auch immer noch Kriegsbegeisterung Bahn. Hier einige beispielhafte Passagen aus dem Frühjahr 1915:

Es war ein herrlicher Gang übers Schlachtfeld ins Quartier – alles ist so herrlich verwüstet.“

Herrliches Schauspiel: Gegen Mittag wurde ein englisches Flugzeug mit einem Major und einem Leutnant runtergeschossen. Der Kühler war kaputt sowie die beiden Insassen am Arm und an der Seite verwundet. Es war eine große Freude, als wir mit einem Male sahen, wie sie im Gleitfluge runtergingen.“

Ypern brennt. Herrlicher Anblick diese Nacht!“

Mein Geschütz feuerte allein auf Schützengräben, hatte sechs Volltreffer. Unser Oberleutnant sprach mir seine Anerkennung aus.“

Um 10.50 Uhr feuerte mein Geschütz den 4000. Schuss raus. Beobachtung meldete uns Volltreffer in Unterstand. Herrliches Resultat!“

Hatten die Ehre, die Kathedrale von Ypern zu beschießen – wegen feindlicher Beobachtung.“

Habekost erlebte in Flandern den ersten Giftgas-Angriff der Deutschen mit. Bereits am 21. März 1915 notierte er:

Alles wartet auf günstigen Wind.“

Schließlich, nachdem am 22. April erstmals Chlorgas gegen französische Stellungen abgeblasen worden war, schrieb er:

Vor uns liegen furchtbar viele Tote.“

Vom 30. Juni bis zum 10. Juni durfte Fritz Habekost erstmals seit Kriegsbeginn auf Heimaturlaub. Nach seiner Rückkehr an die Front schreibt er:

Fühle mich gar nicht wohl. Das Gedonner der Geschützer ist furchtbar. Musste viel aus der Heimat erzählen.“

Am 15. Juli 1915 zog der Tagebuch-Autor eine nüchterne Bilanz:

Bis heute hatten wir an Verlusten 22 Verwundete und 13 Tote. Davon sieben durch Granaten, drei durch Schrapnells, einer durch Gewehrfeuer, einer überfahren, einer wegen Typhus.“

Die Kämpfe am Ypern-Bogen erreichten eine Heftigkeit, die Habekost neu war:

Feindliches Artilleriefeuer als ob die Erde bersten will. […] Dieser Artilleriekampf ist wirklich furchtbar – oh mein Kopf! Die Kämpfe werden von Tag zu Tag riesiger, es ist nur ein fortdauerndes Beben und Zittern der Erde.“

Bis zum 30. Dezember blieb Habekosts Batterie an der Front bei Ypern. Wieder tagein tagaus dasselbe Bild: Trommelfeuer, Angriffe, Gegenangriffe, nasse Füße in den Gräben und massenhaft Ratten. Über die zweite Kriegsweihnacht schreibt er:

24. Dezember 1915, Freitag

Heute Regen. An der Front gewaltiger Artilleriekampf. Abends bei der Weihnachtsfeier haben wir einen schönen Baum geschmückt, aber die Gedanken sind dauernd daheim. Front abends ruhig, Leuchtkugeln lebhaft.

25. Dezember 1915, Samstag

Heute ist es nasskalt. Rechts von uns starker Artilleriekampf. Erster Weihnachtstag – wie mag es wohl heute daheim sein? Bier und Zigarren als Liebesgaben erhalten. Als Weihnachtsessen vier Salzheringe.

26. Dezember 1915, Sonntag

Heute grauer Regen. Zweiter Weihnachtstag, starker Artilleriekampf. Ein schlechtes Weihnachtsfest, nichts weiter als ein paar Nüsse und satt zu Essen. Von Luise Brief erhalten.“

Im Januar 1916 stand Habekosts Batterie im Hinterland der Front. Die Soldaten erhielten neue Uniformen und scharf geschliffene Seitengewehre – untrügliche Anzeigen für eine Offensive. Und tatsächlich – am 25. Januar wurden Haubitzen, Wagen, Pferde und Kanoniere auf die Bahn verladen. Es ging nach Südosten, ins Tal der Maas, nach Verdun! Fritz Habekost musste in die Schlacht, die heute als Synonym für Schrecken und Sinnlosigkeit des Krieges steht.

24. Dezember 1916, Sonntag

Heute Morgen um 4 Uhr abgerückt nach Czikszereda (Miercureua Ciuc in Rumänien). Gewaltige Gebirgskämme überwunden, Schnee und starker Frost. Um 2 Uhr nachmittags dort. Größerer Ort, einzelne schöne Häuser, sonst aber wie überall in Ungarn. Mit Österreichern oder Ungarn ist kein Auskommen – so schlampig und gleichgültig sind sie. Endlich die Post vom 8. Dezember erhalten, von Luise Brief, von Meta Karte. Weihnachtsbäume mitgebracht. Abends Weihnachtsbaum mit ein paar Lichtern aufgestellt und eingeschlafen – bin ganz kaputt.

25. Dezember 1916, Montag

Heute Morgen um 6 Uhr Abmarsch über die Höhen des über 1000 Meter hohen Harghita-Gebirges. Sehr kalt, aber die die Sonne brennt. Gewaltige Steigungen. Kanonier Mack überfahren, Brust und Arme kaputt. Um 5 Uhr ins Quartier gegangen. Lager im Stall bei Zivilisten. Schöner Gesang der Einwohner.

26. Dezember 1916, Dienstag

Heute Morgen um 7 Uhr abmarschiert, um 10 Uhr die rumänische Grenze überschritten. Alle Brücken sind gesprengt. Langgestreckte Ortschaften mit Holzhäusern, einige wurden niedergebrannt. Um halb 11 Uhr bei der bayerischen Division in Palanca angekommen. Den ersten Kanonenschuss seit Wochen gehört, gewaltiger Widerhall. Höhen bis 1200 Meter, wir befinden uns im Ciuc-Gebirge und sind noch fünf Kilometer von der Front entfernt. Hier gibt es noch einige nicht ganz kaputt geschossene Häuser, ist wenigstens etwas besser als draußen.

24. Dezember 1917, Montag

Heute starker Frost, Schneegestöber. Der Schnee liegt bis 50 Zentimeter hoch. Zeitung und Liebesgaben aus Straßburg erhalten. Von der Batterie erhielt jeder 300 Gramm Schweinefleisch und einen Liter Weißwein. Ein scheußlicher Heiliger Abend, ich dachte nur an meine Lieben daheim und kann gar nicht lustig sein, wenn ich Meta so traurig weiß. Alle Kameraden haben sich mit Wein und Schnaps besoffen. Es ist furchtbar – und das nennt man „fröhlich sein.“ Schande!

25. Dezember 1917, Dienstag

Heute sehr kalt. Kriege doch hoffentlich heute Nachricht von Meta. Wie gerne hätte ich doch nur eine einzige Zeile von Meta erhalten, dann wäre ich ja wieder glücklich. Ich gehe ja noch zugrunde vor Gram über den Schmerz, den ich Meta zugefügt habe.

26. Dezember 1917, Mittwoch

Nun ist Weihnachten schon wieder vorüber. Wie doch die Zeit vergeht. Liegen noch in im Quartier. Starker Frost, Schneefall.

Von der Ostfront wurde Habekosts Batterie Anfang 1918 wieder nach Frankreich verlegt. Die deutsche Oberste Heeresleitung plante für das Frühjahr eine letzte große Offensive, die den Krieg entscheiden sollte. Nach anfänglichen Erfolgen errangen Franzosen, Briten und Amerikaner die Oberhand.

Am Nikolaustag 1918 war der Erste Weltkrieg für Fritz Habekost vorbei. Seine Batterie hatte Anfang November das Elsass verlassen und wurde einen Monat später im hessischen Korbach aufgelöst. Über seine Rückkehr nach Braunschweig schreibt der:

6. Dezember 1918, Freitag

„Heute Morgen um halb 1 Uhr Ankunft in Braunschweig. August holt mich ab, um 3 Uhr zu Hause, Mutter war noch auf, Meta war gerade gegangen. Sie haben alles mit Girlanden geschmückt. Um 10 Uhr gehe ich zu Meta und Hansi. Ach diese beiden Lieblinge – wie ich mich freue! Nun habe ich sie doch wieder!“

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